Es sind schnappschussartige Bilder, die Landschaften sind ebenso wie die Gesichter nur fragmentarisch zu sehen. Der Blick der Menschen auf den Fotos richten sich nach außen - sie schauen ins Nichts. (aus: Wolfsburger Allgemeine, 12.10.2007)
Die Künstlerin Melanie Wiora reduziert ihre Fotografien auf wesentliche Elemente, so dass sie klar und beinahe immateriell wirken. Ihr Projekt Außen ist in mir zeigt Porträts vor Stadt- und Industrielandschaften, die schnappschussartig in Szene gesetzt sind. Durch das bewusste Setzen von Schärfen und Unschärfen erscheinen die Personen unwirklich, wie Geisterwesen, die sich seltsam entrückt vor ihrem jeweiligen Hintergrund bewegen. Die ungewöhnliche Farbigkeit erweckt den Eindruck, die psychischen Zustände hinter den Fassaden der Gesichter erahnen zu können. In der intensiven Bearbeitung der Fotografien kommt Wioras Studium der Malerei deutlich zum Ausdruck. Die Kölner Künstlerin (*1969) studierte unter anderem bei Ulay, Stephan Balkenhol und Silvia Bächli. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien im In- und Ausland.
Autoren: Andrea Domesle, Friederike von Koenigswald
Künstler: Melanie Wiora
Softcover
23 x 23 cm
48 Seiten
60 Farbabbildungen
Deutsch/Englisch
Lieferbar
ISBN 978-3-939583-63-9
17,80 Euro
2007