50 Jahre lang hat Eva Aeppli Briefe, Manuskripte, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien, die ihr aus dem Kreis ihrer Freunde zugeschickt worden sind, und eigene Materialien in großen Folianten, die sie als Livres de Vie bezeichnet, gesammelt. Es ist über diese lange Zeit eine Art »Autobiografie ohne Worte« entstanden. Weil einige ihrer Freunde wichtige Personen aus Kunst-, Literatur- und Wissenschaftskreisen waren, bedeuten die Lebensbücher auch ein großartiges und sehr persönliches Dokument zur europäischen Kunst der Nachkriegszeit. Heute sind die Livres de Vie im Besitz des Kunstmuseums Solothurn.
Eva Aeppli, die 1925 in Zofingen, Schweiz, geborene Künstlerin, lebt seit den frühen 50er-Jahren in Frankreich. Durch ihre Ehe mit dem Schweizer Bildhauer Jean Tinguely und ihr Pariser Atelier in der Impasse Ronsin – gegenüber der Werkstatt des bedeutenden Bildhauers Constantin Brancusi – hatte sie enge Kontakte zur avantgardistischen Kunstszene.
Eva Aeppli setzte sich stets über künstlerische Trends oder Modeerscheinungen hinweg und schuf autodidaktisch ein unabhängiges Werk von zeitloser Gültigkeit. Sie begann als Malerin und wandte sich in den 60er-Jahren Figuren aus Seide, Samt und Baumwollstoffen zu, die sie in einer eigens von ihr entwickelten Technik nähte. Von Beginn an kreiste ihre Bildwelt um die grundlegenden menschlichen Themen, die Gefühlswelt und den Tod. Mit zahlreichen Farbabbildungen gibt das Buch erstmals eine Übersicht über Aepplis Schaffen: Neben den Lebensbüchern auch Zeichnungen, Gemälde, Einzelfiguren, Figurengruppen und späte Bronzen. Eva Aeppli. Les Livres de Vie – Die Lebensbücher ist in mit Siebdruck bearbeitetes Grobleinen gebunden und erscheint zur gleichnamigen großen Übersichtsausstellung im Museum Tinguely in Basel.
Autoren: Andres Pardey, André Kamber
Künstler: Eva Aeppli
Festeinband (Grobleinen,
mit Siebdruck beschriftet)
24 x 32 cm
288 Seiten
224 Farb- und S/W-Abbildungen
Deutsch
Lieferbar
ISBN 978-3-936636-78-9
28 Euro
2005